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Dienstag, 10.04.2018 10:21

Aufruf Ferienfreizeiten 2018 der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW

Zugangsbarrieren zu Jugendarbeit und Ferienfreizeiten für geflüchtete Kinder und Jugendliche abbauen

Kommt mit! 

Nach Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention sind die Vertragsstaaten der UN wie Deutschland aufgefordert, das Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben sowie auf Spiel, Erholung und Freizeitbeschäftigung zu fördern. Die Realität sieht leider oft anders aus.

Gerade nach oft traumatisierenden Fluchterfahrungen ist das Recht auf Spiel, Erholung und Freizeitbeschäftigung wichtiger denn je. Die Träger der Kinder- und Jugendarbeit in NRW leisten dazu einen wichtigen Beitrag und bemühen sich vielerorts, geflüchteten jungen Menschen eine Teilhabe am kulturellen Leben einschließlich Fahrten ins In- und Ausland zu ermöglichen. Ihre Arbeit wird jedoch häufig von asylrechtlichen Regelungen erschwert.

Die Residenzpflicht für Ausländer bzw. geflüchtete junge Menschen in Kommunen mit einer Aufenthaltsgestattung zur Durchführung eines Asylverfahrens kann nach § 58 AsylG gelockert werden. Die Residenzpflicht verbietet auch kurzfristige Reisen über den Geltungsbereich der Aufenthaltsgestattung - oft nur eine Kommune oder ein Landkreis - hinaus, sofern nicht vorher eine Erlaubnis erteilt wurde. Das Verlassen des erlaubten Bereichs ist im Rahmen einer Ermessensentscheidung der Behörden möglich.

Die „Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW“ ermuntert die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe ausdrücklich, geflüchtete Kinder und Jugendliche in den Kommunen aufzusuchen, in ihre Aktivitäten einzubeziehen und so eine Teilhabe am kulturellen und sozialen Leben zu ermöglichen. Die Aktionsgemeinschaft fordert alle kommunalen Ausländerbehörden auf, im Rahmen einer Ermessensentscheidung die Erlaubnis zu erteilen, an einer Fahrt ins Ausland teilzunehmen. […]

Aufruf in gesamter Länge